Liebste Mama.

Alles Gute zum Geburtstag! Da ich im schönen Stockholm bin, kann ich dir nur von weit weg gratulieren. Hab einen wunderschönen Tag, ich hab dich lieb!

Letzte Woche haben wir Mamas Geburtstag vorgefeiert. Mit Schwarzwälder Kirschtorte. (English version.)

Es war die erste richtige Torte, die ich jemals gemacht habe – Und ich weiß jetzt, was so schwierig daran ist. Es ist so viel Arbeit! So viel muss nachher abgewaschen werden! Man muss so oft auf irgendwas warten, das abkühlen muss!
Aber die Torte war’s wert, weil sie für einen ganz besonderen Anlass war. Und Mama liebt Schwarzwälder Kirschtorte.

Das Rezept könnt ihr hier finden – Ich habe gar nichts geändert, weil ich mich ein bisschen vor der Torte gefürchtet habe.

Wenn man eine Torte macht, braucht man natürlich Schichten zum Schichten. Also backt man einen Biskuit.

Dann muss man diesen zwei Mal horizontal durchschneiden. Puh! Gott sei Dank habe ich eine Mami, die mir sowas beigebracht hat. Also habe ich Bindfaden verwendet, um ihn zu schneiden – So wird der Schnitt gerade. (Das funktioniert am Besten, wenn man zu zweit ist. Papa hat den Biskuit gehalten, während ich geschnitten habe. Danke!)

Dann sollte man also 3 Schichten Biskuit haben.

Ja? Super. Jetzt braucht man Alkohol. Nämlich Kirschwasser. Oder Kirschbrand.
Außerdem ein Glas Weichseln/Sauerkirschen. Aus diesem Glas nimmt man die Weichseln und den Großteil des Saftes darin. Man macht einen Pudding mit etwas Zucker und Speisestärke daraus. Da kommt noch ein Stamperl (Schnapsglas) Kirschwasser rein.
Und ein weiteres Stamperl wird auf zwei Schichten Biskuit verteilt.
Auf diesen beiden Schichten verteilt man dann auch den Kirschpudding, wo er auskühlen und dickflüssig werden kann.

Ich glaube, allein das Pudding-Kosten hat mich ein wenig betrunken gemacht. Backen ist hart!

Wenn der Pudding vollkommen ausgekühlt ist, schlägt man viiiel Schlagobers/Sahne mit ein bisschen Vanillezucker steif.
Von der ganzen Schlagobers-Menge nimmt man ein Viertel und verteilt das auf einer Schicht Biskuit mit Kirschpudding.

Darauf kommt dann die andere Biskuitschicht mit Kirschpudding. Und darauf kommt dann ein weiteres Viertel vom Schlagobers.

Und ganz oben drauf setzt man dann die letzte Biskuitschicht.

Dann verteilt man den Schlagobers überall. Das war für mich der schwierigste Teil, weil irgendwie überall und ständig Kuchenbrösel im schönen weißen Schlagobers waren und das nicht sehr schön aussah. Aber wen interessiert’s, wenn sowieso alles mit Schokoraspeln bedeckt wird?

Ich hoffe, ihr habt noch ein bisschen Schlagobers übrig gelassen, weil man damit dann schöne Rosetten spritzen kann. Und darauf kann man dann Amarenakirschen setzen. Und wenn man hat, und ich hatte – weil es ja Mamas Kuchen war! -, Schokoherzen.

Und die Geburtstagskerzen nicht vergessen!

Das war’s! Jetzt essen oder über Nacht in den Kühlschrank stellen – Ich hab gehört, dass das besser ist -, aber auf jeden Fall: Genießen! Guten Appetit!

Das erste Stück wird immer ein bisschen zermatscht (aber so lecker!) aussehen…

…aber dann kann man schöne Stücke verteilen. (Und falls nicht, wen interessiert das Aussehen?)

Alles Gute, Mama! Lass es dir heut gut gehen. (Und ich vermiss’ euch beide!)

Leave a comment!

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.

Join 49 other followers

%d bloggers like this: