Mamma Mia.

Ciao! Heute wird es hier Italienisch. Denn wir backen Ciabatta. (English Version.)
Ich mag Italienisch. Gerade freue ich mich auf meinen nächsten Italienisch-Kurs, der nächste Woche beginnt. Es ist so eine nette Sprache. Und ein nettes Land! Dort unten gibt es nämlich auch so viel gutes Essen! Wie Ciabatta.

Ciabatta ist einfach super – Es ist lecker, knusprig und mehlig.

Aber um gutes Ciabatta zu backen, braucht man ein wenig Geduld. Wieder, ich weiß. Es ist sehr ähnlich wie Sauerteig-Brot zu backen.
Denn man muss ein Lievito Madre herstellen. Was eigentlich fast dasselbe wie Sauerteig ist.

Um Lievito Madre zu machen, braucht man
1 Esslöffel Weizenvollkornmehl
1 Esslöffel Weizenmehl
1 Prise Zucker
und so viel Wasser, dass man einen recht flüssigen Teig erhält.

Das alles mischt man und gibt es in eine kleine Schüssel. Abdecken, aber nicht sehr fest, es sollte noch Luft darankommen. (Man kann einen Deckel einfach locker aufliegen lassen.) Das lässt man nun für 3-5 Tage herumstehen, in einem Raum mit etwa 20 ° C Raumtemperatur. (Bei mir ist das eigentlich die normale Raumtemperatur.) Ab und zu sollte man es umrühren, das Wasser setzt sich oben ab.
Wenn man dann diesen typischen säuerlichen Geruch erkennen kann und der Teig schon etwas blubbert, fügt man wieder hinzu:
1 Esslöffel Weizenvollkornmehl
1 Esslöffel Weizenmehl
1 Prise Zucker
und Wasser – Der Teig sollte jetzt ein bisschen weniger flüssig als vorher sein.

Das lässt man wieder für 6-12 Stunden stehen und fügt dann noch etwas hinzu:
2 Esslöffel Weizenvollkornmehl
2 Esslöffel Weizenmehl
und Wasser. (Diesmal kein Zucker.) Die Konsistenz sollte wie vorher sein.

Nach weiteren 6 bis 12 Stunden, wieder dasselbe hinzufügen!
Jetzt kann man für ca. 15 Tage warten bis man bäckt. Oder man bäckt gleich.

Ich hab gewartet. Weil ich eine richtig schwere Prüfung diese Woche hatte und da habe ich gelernt, gelernt, Seminararbeiten geschrieben und gelernt. (Wenn mir irgendjemand noch einmal sagt, dass Studenten eh nichts arbeiten, dann schlage ich ihn/sie. Fest.)
Aber dieses Wochenende habe ich zwei wunderschöne Laibe Ciabatta gebacken.

Am Besten fängt man am Abend vorm Backtag an.

Man braucht:
100 g Weizenmehl (oder, wenn ihr das bekommt: Hartweizenmehl. Nicht Hartweizengrieß. Ich hab hier keines gefunden.)
50 g Wasser
3 Esslöffel von eurem Lievito Madre

Diese Zutaten rührt man ordentlich zusammen, und diesen Teigball rollt man dann einmal in ein bisschen Olivenöl. Die Schüssel gut abdecken und für 12 bis 18 Stunden ruhen lassen. Die Raumtemperatur sollte wieder ca. 20° C betragen. (Man könnte auch für ein paar Tage warten und den Teig in den Kühlschrank stellen.)

Mein Teig hat über Nacht gerastet. Am Morgen kommt dazu:
500 g Weizenmehl (oder wieder: Hartweizenmehl)
ca 375 g Wasser
1 Prise Trockengerm/Trockenhefe
10-13 g Salz
2-3 Esslöffel Olivenöl

Wieder gründlich durchkneten. Kneten, kneten, kneten – Das hat mein Mixer mit Knethaken für mich erledigt, der Teig ist doch recht klebrig. Der Teig sollte dann schön glatt sein. Den lässt man wieder für ca. 90 Minuten ruhen.

Ein Backblech mit Backpapier belegen und ein bisschen Mehl drauf streuen.
Den Teig darauf fließen lassen, ein bisschen auseinander ziehen und in zwei Teile teilen. Nehmt so viel Mehl, wie ihr braucht, um den Teig bearbeiten zu können. Ciabatta ist mehlig.
Nun “faltet” man jedes der beiden Teile: Die Hälfte vom Teig in die Mitte falten, die andere Hälfte darüber. Versteht ihr, was ich meine? Jeder der beiden Teigteile sollte so aussehen:

Zwei Mal gefaltet.

Jetzt lasst ihr die beiden teile für weitere 30 bis 45 Minuten ruhen. Währenddessen heizt euren Ofen auf 250° C vor.

Dann gebt ihr euer Backblech für 20 Minuten in heißen Ofen. Sprüht immer wieder Wasser auf die Laibe und gebt auch Wasser auf den Boden des Ofens – in die Fettpfanne oder in eine andere wasserfeste Form. (Dampf soll entstehen!) Nach 20 Minuten könnt ihr den Ofen abdrehen und die Ciabatta noch für weitere 20 Minuten in der Resthitze backen lassen.
Und nun könnt ihr zwei schöne goldbraune Ciabattas aus dem Ofen holen.

Mmmhm! Sie sollten nun knusprig sein. Und mehlig. Und lecker.
Ich liebe ein paar Stückchen Ciabatta mit frischem Salat.

Buon appetito!

PS: Ich habe gerade eine kleine Brotbackphase – Denn Brot wird hier immer gern gegessen. Aber bald gibts wieder was Süßes, versprochen!

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  1. Trackback: Mamma Mia. « I really take the cake…

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